Die Fränkische Schweiz | eindrucksvoll – einfach – einzigartig

Robert Häusser ist das Vorbild für meine Dokumentarfotografie-Reihe Fränkische Schweiz. „Ich erfinde meine Bilderwelt nicht, sondern ich finde sie.“ Er stellt die Wirklichkeit zwar so dar, wie sie ist, aber auf eine Art und Weise, die die Motive wie fotografische, fast grafische Skulpturen ausschauen lassen und nicht wie das bloße „Abscannen“ der Wirklichkeit. Er gestaltet das Bild aktiv und versteht Fotografie als künstlerisches Medium. Inhalt und Form bedingen sich wechselseitig. Seine Bilder wirken, als würde die Zeit für einen Augenblick stehen bleiben. Dadurch wird ein innerer Zustand sichtbar, der oft melancholisch und einsam wirken kann. Farbe sei zu geschwätzig und würde nur von der Beziehung zum Gegenstand ablenken – so Häusser in einem Interview.

Die Fotografien nach Häussers Stil lassen die Beziehung zwischen Mensch und Natur auf eine Art und Weise erscheinen, die einem auf den ersten Blick relativ abstrakt vorkommt, da sie sich aber auf das subjektiv Wesentliche konzentrieren und einem künstlerischen Anspruch gerecht werden wollen: Eine starke Hell-Dunkel-Kontrastierung sowie der zeitlose grafische und künstlerische Charakter verleihen den Bildern einen außerordentlichen Ausdruck.